»Von anderen Medien«

Vielleicht stimmt es ja, dass technische Medien sich in absehbarer Zeit nicht mehr um die Menschen kümmern werden. Einstweilen gilt jedoch noch: ›Wir‹ machen (etwas mit) Medien, und Medien machen (etwas mit) ›uns‹. Während die Frage, was man mit Medien machen kann, die Entwickler und Mediengestalter interessiert, besteht Medientheorie darin, zu fragen, was Medien mit uns und aus uns machen. In dieser Perspektive ist Mediengeschichte nicht einfach die Geschichte vergangener Medienapparate, es ist die Geschichte der wechselseitigen Erzeugung von Menschen und Maschinen, Subjektivitäten und Techniken.

»Von anderen Medien« heißt diese Seite, weil hier Techniken, Dispositive und Praktiken in den Blick kommen, die nicht dem geläufigen Verständnis von Medien als Massenkommunikationsmittel und Unterhaltungselektronik entsprechen. Von Klingeltönen, Social Media und Quality TV wird hier wenig die Rede sein, dafür z.B. von der geometrischen Zurichtung des Lichts, von den Techniken der sozialen Klassifizierung oder von den Bindungseffekten der Geheimhaltung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.